Zweite Mannschaft nicht zu stoppen

Gotha gewinnt beim MTSV Schwabing

Die Vorzeichen des Spieltages waren alles andere als einfach. Zum einen stand mit der Münchner Talentschmiede Schwabing/IBAM ein starker und stets couragiert auftretender Gegner auf dem Programm. Zum anderen hatten mannschaftsübergreifend zahlreiche Raketen am Donnerstag und Freitag anstelle von Trainingseinheiten das Bett gehütet und mit einem Magen-Darm-Virus zu kämpfen. Dabei wurde die 2. Mannschaft neben dem Profiteam am härtesten betroffen, so dass bereits die lange Hinfahrt für einige Akteure zu einer wahren Belastungsprobe wurde. Trotzdem erwischten die Thüringer einen guten Start und führten nach jeweils zwei Treffern von Kristian Kullamäe und Lucas Wobst mit 9:2. Das erste Viertel ging mit 23:17 an die Gäste. Die Hausherren konnten jedoch aufholen und gingen auch mit einer knappen Führung in die Halbzeit (32:34 aus Sicht der Rockets). Das dritte Viertel konnten die Raketen mit sieben Punkten gewinnen (56:51). Die Heimmannschaft versuchte im letzten Abschnitt, angetrieben von einem erneut starken Fynn Fischer, mit viel Energie das Spiel zu drehen. Doch die Rockets blieben nervenstark und fuhren einen knappen 72:69-Sieg ein. Trainer Florian Gut zollte dem Gegner hohen Respekt: „Es ist wirklich sehr erfrischend zu sehen, wie sich Schwabing mit dieser jungen Mannschaft in der Liga behauptet. Das verdient große Anerkennung. Für uns war das heute ein sehr schweres Spiel und wir sind froh, dass wir gewonnen haben. Mein Dank gilt an dieser Stelle besonders auch Ulrich, Kristian, Robert und Andreas, die sich mit der Entscheidung in ihrem Zustand zu spielen und dem hohen gezeigten Einsatz wirklich für ihre Mannschaft geopfert haben.“

Für Gotha spielten Kristian Kullamäe (22 Punkte), Robert Franklin (14), Lucas Wobst (12), Oliver Pahnke (11), Tobias Bode (9), Andreas Kassiumis (4), Ulrich Schmidt, Jonas Enders

NBBL unterliegt in Nürnberg

Am Wochenende war für die ersatzgeschwächten Raketen beim Tabellenführer nichts zu holen, das Team von Stefan Mähne musste sich mit 79:52 geschlagen geben.
Die Nachwuchsraketen starteten gut in die Partie, gestalteten die ersten beiden Viertel ausgeglichen und gingen mit einem knappen Rückstand in die Halbzeit (39:37). Vor allem die Defensive der Rockets zeigte eine ansprechende Leistung.
Im zweiten Spielabschnitt brachen die Gäste dann zusammen. Die Falcons agierten mit mehr Korbglück, bei den Raketen ging fast gar nichts mehr. Mit einem 22:0-Lauf konnten die Hausherren im dritten Viertel für eine Vorentscheidung sorgen.

Stefan Mähne: „Zahlreiche Spieler waren leider angeschlagen, das hat man unserem Spiel deutlich angemerkt. Wir haben gesehen, dass wir mit solchen Teams mithalten können. Der Knackpunkt war die Konstanz, daran müssen wir arbeiten.“

Für die Rockets spielten: Schiller (22 Punkte), Kullamäe (16), Wobst (6), Rommeley, Enders, Lang, Lange (jeweils 2), Schröter, Kahlert

Jungraketen verlieren gegen Tabellenführer

Das Team von Peter Krautwald musste bereits vor Spielbeginn den ersten Rückschlag hinnehmen, mit Kevin Kollmar und Dominykas Pleta fehlten gleich zwei wichtige Akteure. Am Ende mussten sich die Rockets mit 39:88 geschlagen geben.
Von Beginn an leisteten sich die Raketen zu viele einfache Fehler, die Gastgeber konnten so schnell deutlich in Führung gehen (14:0). Angeführt von Topscorer Lamin Sabally baute Lichterfelde die Führung bis zur Pausensirene kontinuierlich aus. Das Fehlen von gleich zwei Stammspielern machte sich vor allem Ballvortrag der Gäste bemerkbar, dadurch kam kaum offensiver Rhythmus bei den Rockets zustande.
Nach der Halbzeitpause zeigten die Jungraketen stärkeres Offensivspiel, doch 45 Ballverluste verhinderten ein besseres Ergebnis und erlaubten der TuS immer wieder leichte Punkte.

Coach Peter Krautwald: „Wir müssen nach vorne blicken und uns intensiv auf unser letztes Hauptrundenspiel gegen den MBC vorbereiten. Wir wollen den 5. Platz untermauern und noch einmal Selbstvertrauen für die Playoffs tanken.“

Für die Rockets spielten: Kreß (9 Punkte), Hüller, Schierhorn (jeweils 8), Hausotte (6), Kraus (4), Rösler, Arpasi (jeweils 2), Schmidt, Fritzschler, Belzer, Heß

Foto: Niklas Kubitz