Rockets werden Startrecht in der 2. Bundesliga Pro A nicht wahrnehmen

Die Rockets werden das Startrecht in der 2. Bundesliga Pro A am Standort Erfurt nicht wahrnehmen. Diese Entscheidung trafen die Vereinsverantwortlichen nach intensiven, letztlich aber erfolglosen Bemühungen in den vergangenen Tagen, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Saison der Rockets in der Pro A zu schaffen.

Grund für den Rückzug aus der Pro A ist die Schwierigkeit, alle Anforderungen der Liga zu erfüllen und die damit verbundenen Kosten durch entsprechende Einnahmen zu decken. Bereits in der vergangenen Saison konnten die Rockets nach dem Rückzug ihres Hauptsponsors Oettinger Brauerei die Saison nur durch ein hohes finanzielles Engagement der Rockets-Gesellschafterin Astrid Kollmar gewährleisten.

Es ist absolut nicht leicht gefallen, diese Entscheidung zu treffen“, betonte Gesellschafterin Astrid Kollmar, „aber sie war aus wirtschaftlichen Gründen unumgänglich, da wir einen erfolgreiche Durchführung der Saison nicht garantieren können. Dies aber können wir weder den Spielern und Sponsoren und ebenso wenig den Fans zumuten!“

Nach der Entscheidung führen die Rockets aktuell mit der Liga und einem potentiellen Wildcard-Interessenten Gespräche über den Verkauf der Lizenz.

Ob der Verein das Startrecht in der 2. Bundesliga Pro B am Standort Gotha ebenfalls zurückgeben muss, ist zum heutigen Zeitpunkt noch nicht entschieden. Derzeit laufen Verhandlungen mit aktuellen und ehemaligen Sponsoren, um ein Engagement auch im kommenden Jahr möglich zu machen.

Eine absolute Zusage dafür sei zum aktuellen Zeitpunkt aber nicht möglich, betonte Astrid Kollmar als Hauptgesellschafterin der BiG GmbH. Deshalb werden derzeit weitere Gespräche mit Sponsoren geführt.

Wir würden gern nach dem sportlichen Aufstieg in die PRO B in dieser Spielklasse in Gotha spielen und dem Konzept treu bleiben, junge deutsche Spieler, möglichst aus unserem Jugendprogramm, zu fördern und eine tragende Rolle zu geben. Wir wollen ein Club sein, der die Jugend der Region fördert und tollen Basketball mit Spielern spielt, mit denen sich Fans, Sponsoren und Stadt identifizieren können.

Dazu brauchen wir jedoch die Unterstützung der regionalen Wirtschaft, der Stadt Gotha und den Rückhalt der treuen Fans, um die Finanzierung auf breitere Füße als bisher zu stellen. Nur so kann es gelingen, den Plan auch in die Realität umzusetzen. Daran werden wir in den nächsten Wochen arbeiten und prüfen, ob wir dieses Ziel realisieren können. Wenn alle anpacken, können wir es gemeinsam schaffen!“, betont Astrid Kollmar.

Unabhängig davon gibt es bei den Rockets große personelle Veränderungen: Neben Geschäftsführer Thomas Fleddermann, der zum 30. Juni ausscheidet, verlassen auch Manager Wolfgang Heyder, Nachwuchsleiter Florian Gut, Trainer Ivan Pavic und der Präsident des Businessclubs, Markus Loch, den Verein. „Ihnen gilt für die geleistete Arbeit ein großes Dankeschön“, betonte Kollmar, „wir wünschen ihnen für die Zukunft nur das Beste.“