Rockets müssen sich Bonn geschlagen geben / Dienstag Endspiel in Jena

Im letzten Heimspiel der Saison unterlagen die Raketen mit 70:93 vor heimischer Kulisse. Trikotsponsor des Spieltages war die Deutsche Soccer Liga.

Die Gäste begannen von der ersten Sekunde an sehr druckvoll und zwangen die Rockets immer wieder zu einfachen Fehlern. Nach kurzer Zeit und einem 0:10-Lauf der Baskets sah sich Head Coach Ivan Pavic bereits genötigt, eine erste Auszeit zu nehmen. Vor allem Josh Mayo traf einen Dreipunktewurf nach dem anderen und machte den Hausherren das Leben schwer. Die Raketen benötigten einige Eingewöhnungszeit bevor sie besser ins Spiel kamen.

Vor einer großartigen Kulisse von knapp 3.100 Zuschauern sorgten Andreas Obst und Sava Lesic zu Beginn des zweiten Viertels für einen kleinen Run der Rockets (19:26), doch wieder antwortete Bonn umgehend mit den nächsten erfolgreichen Würfen.  Die Raketen versuchten viel, doch wenig Korbglück auf eigener Seite und hochprozentige Würfe von innen und außen bei den Telekom Baskets sorgten für eine steigende Führung der Gäste (33:49).

Nach der Halbzeitpause war es vor allem Niklas Wimberg, der sich mit Dreiern und viel Courage immer wieder in Szene setzte. Die enge und aggressive Verteidigung des Teams von Head Coach Predrag Krunic machte den Raketen das Leben schwer, sodass Korberfolge häufig ausblieben. Nach einiger Zeit hatten Johannes Richter und Daniel Schmidt außerdem mit Foulproblemen zu kämpfen, die das Spiel der Rockets hemmten.

Die Bonner verwalteten die Führung im zweiten Spielabschnitt klug und setzten immer wieder offensive Ausrufezeichen, am Ende standen für die Westfalen 15 erfolgreiche Würfe jenseits des Perimeters auf der Haben-Seite.

Head Coach Ivan Pavic bilanzierte nach Spielende: „Glückwunsch an Predrag und Bonn zum hochverdienten Sieg. Sie haben von Anfang an die richtige Antwort auf alle unsere taktischen Maßnahmen gefunden. Wir hatten zu keinem Zeitpunkt Zugriff auf das Spiel. Nichts desto trotz ist das Spiel nun abgehackt. Unser voller Fokus liegt nun auf dem Derby am Dienstag in Jena, um dort den Klassenerhalt zu schaffen. Darauf beziehen wir nun alle Gedanken und alle Energie. Ich wünsche Predrag und Bonn viel Glück in den Playoffs.“

 

Derby wird zum Entscheidungsspiel

Bereits am Dienstag geht es für die Raketen bei Science City Jena weiter. Um 15:00 Uhr beginnt das Derby in der Sparkassenarena. Für die Rockets geht es um nichts weniger als den Klassenerhalt. Bei einem Sieg können die Schützlinge von Ivan Pavic den Verbleib in der BBL aus eigener Kraft schaffen.

Im ersten Aufeinandertreffen im Oberhaus des deutschen Basketballs mussten sich die Rockets im vergangenen Herbst in der Messe Erfurt knapp mit 97:101 geschlagen geben.

Niklas Wimberg zeigt sich vor dem letzten Spiel der Saison entschlossen: „Wir haben am Dienstag alles in der eigenen Hand. Wir werden alles geben und kämpfen.“

Der Nachbar aus dem Thüringer Osten konnte bisher insgesamt 13 Partien für sich entscheiden und hat sich schon früh in der Saison aus dem Abstiegsrennen verabschiedet. Während man am Freitag noch die Gießen 46ers mit 86:65 aus der eigenen Halle fegte, verlor man sich am vorletzten Spieltag denkbar knapp mit 67:65 bei den Fraport Skyliners.

Die „alte Garde“ zeigt in Jena, dass das Alter nur eine Zahl ist. Julius Jenkins, 37 Jahre alt, erzielt im Schnitt 14,9 Punkte und gibt 3,41 Assists an seine Mitspieler. Der amerikanische Shooting Guard ist gleichzeitig als begnadeter Dreierschütze verschrien, 44,3 Prozent jenseits des Bogens finden ihren Weg ins Ziel.
Auch der gleichaltrige Routinier Derrick Allen steht seinem Mannschaftskollegen in nichts nach: Er steuert pro Spiel 11 Punkte und 4,2 Rebounds bei.
Auch Nachverpflichtung Martynas Mazeika spielt eine starke Saison in der Universitätsstadt (9,4 Punkte und 2,75 Assists). Der Litaue hat seinen Vertrag vorzeitig um zwei Jahre in Jena verlängert. Der Guard bereitete der Defensive der Raketen im Hinspiel enorme Schwierigkeiten und erzielte 28 Punkte, ebenso wie Skyler Bowlin.

Head Coach Ivan Pavic: „Björn hat in Jena eine tolle Truppe geformt. Die Spieler überzeugen mit Teamplay. Es wird wie bei jedem Derby eine sehr hitzige Atmosphäre geben. Wir haben zwei Tage Zeit, um uns neu zu fokussieren. Es ist keine einfache Aufgabe, aber gemeinsam werden wir sie meistern.“