Oettinger Rockets verlieren gegen Bayern München

Die Raketen unterliegen dem Tabellenführer aus München deutlich mit 59:98.

Nach Spielende tobte Manager Wolfgang Heyder an der Seitenlinie lautstark. Auch vorher hatte die Mannschaft den sportlichen Leiter oftmals zum Haare raufen und lautstarken Ausrufen gezwungen, gab es auf Seiten der Rockets einfach zu viele Turnover, vermeidbare Fehler und vertane Chancen.

Heyder war mit der gezeigten Leistung in keiner Weise zufrieden: „So kann man keine Spiele gewinnen. Vor allem von unseren Ausländern erwarte ich viel mehr. Vor uns liegt viel Arbeit.“

Diese starken Emotionen nach der Niederlage gegen den haushohen Favoriten lassen sich sicherlich besser in Verbindung mit dem durchaus lange Zeit positiv überraschenden Spielverlauf verstehen, die Hoffnungen auf eine Sensation entfacht hatten. Denn die Raketen starteten gut, hielten mit den Gästen mit und erarbeiteten sich Chancen. Die Münchner konnten sich zwar Mitte des ersten Viertels unter den Augen von Musik-Star Clueso und Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein absetzen (9:14). Doch die Rockets blieben dran, verkürzten den Abstand wieder. Vor allem Retin Obasohan hatte sich viel vorgenommen und stach positiv heraus, er war am Ende des Nachmittags auch Topscorer auf Seiten der Rockets.

Schwierig ins Spiel kam hingegen sein Mitspieler Andreas Obst. Schon früh hatte er mit Foultrouble zu kämpfen, konnte deshalb nur wenig in der ersten Halbzeit mitwirken.

Die Rockets gingen mit einem 12-Punkte Rückstand (32:44) in die Pause, in der Head Coach Pavic offenbar die richtigen Worte fand. Denn die Raketen kamen, ähnlich wie vergangenes Wochenende in Bayreuth, mit größter Energie zurück aufs Feld. Die Hausherren brachten die ausverkaufte Messe zum Kochen, als Obst sein Team mit einem erfolgreichen Dreier auf einen Punkt (49:59) heranbrachte. Die Zuschauer feierten die Aufholjagd frenetisch und eine La-Ola-Welle schwappte durch die Halle.

Doch Trainerlegende Aleksandar Djordjevic reagierte gelassen, nahm eine Auszeit und konnte seine Spieler schnell wieder auf Kurs bringen. Mit fünf erfolgreichen Dreipunktewürfen hintereinander setzten sich die Bayern nun spektakulär und spielentscheidend ab.

Am Ende trat das Erwartete ein, die Münchner spielten im Schlussabschnitt mühelos ihre ganze Klasse aus und gewannen verdient. Die Raketen erzielten nur sieben Punkte, sowohl in der Defensive, als auch in der Offensive war die Fehlerquote zu hoch.

Head Coach Ivan Pavic: „Wir haben drei Viertel eine ordentliche und kämpferische Leistung gezeigt. Bayern ist dann mit fünf Dreiern in Folge davongezogen. Das Spiel am Ende so zu verlieren, ist nicht akzeptabel. Wir müssen uns in solchen Situationen mit aller Kraft wehren und dürfen den Gegner nicht so davonziehen lassen.“

Foto: Jacob Schröter