Oettinger Rockets müssen sich bei ALBA Berlin geschlagen geben

Die Raketen mussten sich am Samstag in der Mercedes-Benz-Arena vor 7991 Zuschauern mit 96:71 (27:20; 14:16; 24:17; 24:8) geschlagen geben. Johannes Richter (Bänderriss) und Sava Lesic (Tibia-Fraktur) kamen im Rockets-Trikot zu ihrem ersten Einsatz. Das nächste Spiel bestreiten die Raketen am 2. November gegen die Basketball Löwen Braunschweig in der Messe Erfurt (Tip-Off 19:30 Uhr).

  1. Viertel: In der Liga hat sich die Stärke der Rockets von der Dreier-Linie herumgesprochen – die Hausherren aus Berlin taten alles, um die freien Würfe von der Dreipunkte-Linie zu verhindern. Dadurch entwickelte sich von Beginn ein defensiv geprägtes Spiel. Vor allem Filip Stanic, der aus Berlin im Sommer zu den Raketen gewechselt war, war von Beginn an Feuer und Flamme. Mit acht Punkten am Ende überzeugte der Youngster gegen seinen alten Verein. Es war die bisher höchste Punktausbeute für Stanic in seiner bisher jungen BBL-Karriere.
    Keine der beiden Mannschaften schaffte es in den ersten zwanzig Minuten, sich abzusetzen.
  2. Viertel: ALBA war darum bemüht, die Führung auszubauen. Doch die Raketen bissen sich in die Partie und konnten das Viertel am Ende mit 16:14 sogar für sich entscheiden. Vor allem Retin Obasohan arbeitete defensiv und offensiv viel und versuchte viel, wurde aber schnell durch eine hohe Foul-Zahl gehemmt. Unter der Beobachtung zahlreicher mittgereister Fans, die das Team lautstark unterstützten, ging es mit einer knappen 41:36-Führung für die Berliner in die Halbzeit.
  3. Viertel: Nach der Halbzeit gingen die Berliner aggressiver und gedanklich schneller zu Werke. Durch einen energischen Zwischenspurt der Hauptstädter konnten sie einen Abstand von 12 Punkten herausspielen. Zu viele individuelle Fehler führten in einer entscheidenden Phase des Spiels zu einer Art Vorentscheidung.
  4. Viertel: Während die Albatrosse mit insgesamt 24 Punkten sich weiter steigern konnten, ging bei den Rockets fast gar nichts mehr. Nur acht Punkte standen am Ende auf der Haben-Seite. Während Ekene Ibekwe und Daniel Schmidt nach dem fünften persönlichen Foul nicht mehr mitwirken konnten, schaffte es der Rest der Mannschaft nicht, sich in der Offensive Chancen herauszuspielen. Stattdessen unterliefen zu viele einfache Fehler, die dazu führten, dass zahlreiche Turnover den Gastgebern in die Hände spielten.
    Die Berliner wurden am Ende ihrer Favoritenrolle gerecht und zeigten, wieso sie fünf der letzten sechs Spiele gewinnen konnten und nun auf dem ersten Tabellenplatz stehen.

Johannes Richter: „Ich freue mich sehr, dass ich mein Comeback geben konnte und mein erstes Spiel bestreiten konnte. Bis zum nächsten Spiel müssen wir hart an uns arbeiten und uns in vielen Bereichen verbessern.“

Head Coach Ivan Pavic: „Wir haben es zu keinem Zeitpunkt geschafft, die Intensität, die ALBA auf das Feld gebracht hat, ebenfalls zu zeigen. Die Mannschaft ist im letzten Viertel auseinandergebrochen. So einen Auftritt dürfen wir uns nicht noch einmal erlauben, ich habe leider nichts Gutes vom Spiel zu berichten.“

Für die Oettinger Rockes trafen: Retin Obasohan (13 Punkte, 3 Assists), Andreas Obst (12 P, 1 A), Filip Stanic (8 P)